Wird es Faschismus in Spanien geben? Gespräch mit Joseph Goppels, erschienen in der spanischen Zeitschrift AHORA (Jetzt), Mai 1933 | Foto: Herederos de Manuel Chaves Nogales

Buchvorstellung

Deutschland im Zeichen des Hakenkreuzes Mit Frank Henseleit und Martín Valdés-Stauber

25. Okt 2022 | 19.00 Uhr

Im Frühjahr 1933 bereiste de spanische Journalist Manuel Chaves Nogales Deutschland, um den Alltag unter dem Hakenkreuz zu beleuchten. Als internationaler Korrespondent interviewte er sogar Joseph Goebbels und durchschaute bereits zu Beginn die Mechanismen und Strategien des faschistischen Regimes in Deutschland. Obwohl sie heute als wichtige historische Quelle gelten, waren seine zwölf Reportagen bisher nicht auf Deutsch zugänglich. Der Kupido-Verlag behebt nun diese Leerstelle mit der deutschen Erstübersetzung durch den Verleger Frank Henseleit. Deutschland im Zeichen des Hakenkreuzes entschlüsselt die gezielte Manipulation der Bevölkerung und berichtet von einem entfesselten Antisemitismus.

Im Gespräch mit dem Übersetzer und Verleger Frank Henseleit blickt Martín Valdés-Stauber (Leiter des künstlerischen Forschungsbereich Erinnerung als Arbeit an der Gegenwart an den Münchner Kammerspielen) auf die Auseinandersetzung Manuel Chaves Nogales mit der gewaltvollen Gegenwart der 1930er Jahre. Svetlana Belesova liest Auszüge aus der deutschen Erstübersetzung von Deutschland im Zeichen des Hakenkreuzes.