Im November 1941 leiteten die Nationalsozialist*innen mit der systematischen Deportation die Vernichtung deutscher Jüdinnen*Juden ein. Das Projekt #LastSeen sammelt Fotos der NS-Deportationen und veröffentlicht diese in einem digitalen Bildatlas. Anlässlich des 85. Jahrestags der ersten Deportationen von München aus in das litauische Kaunas widmet sich ein Symposium der Geschichte dieses sowie weiterer Transporte aus Wien, Berlin und Breslau nach Kaunas. Gemeinsam diskutieren wir darüber, was uns die überlieferten Fotos über die Transporte erzählen, welche Leerstellen es gibt, wie wir die Personen auf den Fotos identifizieren und wie wir die Bilder in der Vermittlungsarbeit einsetzen können.
Programm
13.30 Uhr: Begrüßung
Begrüßung: Paul-Moritz Rabe (NS-Dokumentationszentrum München)
Einführung: Alina Bothe (Projekt #LastSeen) und Andrea Löw (Institut für Zeitgeschichte / Zentrum für Holocaust-Studien)
14.00 Uhr: Panel 1
Der Auftakt. Der Transport aus Wien
– Michaela Raggam-Blesch und Wolfgang Schellenbacher (Institut für Zeitgeschichte / Zentrum für Holocaust-Studien)
Im Fokus. Was uns die Fotos über die Transporte erzählen
– Alina Bothe und Lisa Paduch (Projekt #LastSeen)
Ins Leere. Der Berliner Transport
– Christoph Kreutzmüller (Projekt #LastSeen)
Im Zug
– Andrea Löw (Institut für Zeitgeschichte / Zentrum für Holocaust-Studien)
Diskussion | Chair: Max Strnad
15.45 Kaffeepause
16.30 Uhr: Panel 2
Die Identifikation von Personen auf den Fotos des Münchner Transportes
– Lara Theobalt (Public History München)
Erfahrungen in der pädagogischen Arbeit mit dem Ort der Massenerschießungen
– Christiane Fritsche (Münchner Wohnen)
The Munich Transport in Kaunas. Material Traces
– Marius Peculis (Kaunas Fort IX Museum)
Diskussion | Chair: Michaela Raggam-Blesch
17.45 Uhr Zusammenfassung
Alina Bothe, Andrea Löw, Max Strnad und Michaela Raggam-Blesch
18.00 Uhr: Ende des Symposiums
Infos zur Veranstaltung
- Ort
- NS-Dokumentationszentrum München, Treffpunkt: Saal
- Dauer
- 13.00 bis 18.00 Uhr
- Teilnahme kostenfrei
- Veranstalter
- NS-Dokumentationszentrum München, Public History München im Kulturreferat und Institut für Zeitgeschichte
In Kooperation mit