Gespräch

Wie wir erinnern Mit Talya Feldman, Lena Gorelik, Pia Ihedioha und Céline Wendelgaß

20. Okt 2026 | 19.00 Uhr

Pia Ihedioha, Foto: Florian Ertl |  Lena Gorelik, Foto: Charlotte Troll | Celine Wendelgass, Foto: Felix Schmitt | Talya Feldman, Foto: Frank Rumpenhorst

Erinnerung ist nicht statisch. Sie verändert sich mit unserer Gesellschaft – und mit den Menschen, die sie mitgestalten. Wie erinnern wir an faschistische, antisemitische, rassistische, misogyne und koloniale Gewalt? Welche Geschichten finden Eingang in unser gesellschaftliches Gedächtnis – und welche Perspektiven fehlen noch? Debatten über Erinnerungskultur zeigen, wie eng Erinnern mit Macht, Teilhabe und gesellschaftlichem Selbstverständnis verbunden ist. In einer pluralen Gesellschaft stellt sich deshalb immer wieder die Frage, wie unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven Teil einer gemeinsamen Erinnerungskultur werden können. Auch die Formen des Erinnerns verändern sich. Literatur, Theater und bildende Kunst aber auch Graphic Novels, Serious Games oder Magazine sind kulturelle Wissensspeicher. Sie können Geschichte neu zugänglich machen, Erfahrungen sichtbar werden lassen und unser Gedächtnis in der Gegenwart aktualisieren. 

Darüber sprechen wir mit vier Gästinnen, die Erinnerung aus unterschiedlichen künstlerischen, literarischen und pädagogischen Perspektiven gestalten.

Talya Feldman arbeitet als Medienkünstlerin zu rechtem Terror und verbindet künstlerische Praxis mit Aktivismus und Bildungsarbeit. Lena Gorelik ist Schriftstellerin und Essayistin und setzt sich in ihrer Arbeit mit jüdischer Gegenwart, Migration, Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Erinnerung auseinander. Pia Ihedioha verbindet mit dem Magazin of Color Repräsentation und Empowerment mit rassismus- und antisemitismuskritischer Bildungsarbeit. Céline Wendelgaß entwickelt bei der Bildungsstätte Anne Frank neue Zugänge historisch-politischer Bildung – unter anderem mit digitalen Formaten wie dem Mobile Game Hidden Codes.