Eröffnung

Das Klassenfoto Mit einer Rede von Aleida Assmann

30. Nov 2026 | 19.00 Uhr

Foto der dritten Klasse der Jüdischen Volksschule, Mai 1937 | © Privatbesitz Familie Suesheim D’Angelo

48 Kinder der dritten Klasse der Jüdischen Volksschule München, versammelt zum Klassenfoto im Schulhof – eine Momentaufnahme aus dem Sommer 1937. Es ist das letzte Bild, auf dem die Kinder vereint sind. Das Foto ist Ausgangspunkt für eine intensive Spurensuche. Die Ausstellung geht den Lebenswegen der Kinder nach. Sie fragt nach Überlebensstrategien, Fluchtwegen, Fremdheits- und Verlusterfahrungen und dem Ankommen im Neuen. Und sie bildet Leerstellen ab – die Abwesenheit derer, die der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik zum Opfer gefallen sind. Was bedeutet es, in unmenschlichen Zeiten Kind zu sein? Wie prägen Heimatverlust und Flucht die davon betroffenen Menschen? Und wie wirken diese Erfahrungen in den Familien nach?

Die Ausstellung Das Klassenfoto basiert auf den Recherchen der Historikerinnen Kristina Milz und Julia Schneidawind, deren Buch Klassenfoto 1937. Die Geschichte einer jüdischen Schulklasse am 24. September 2026 im Verlag C. H. Beck erschienen ist.


Begrüßung
Mirjam Zadoff | Direktorin NS-Dokumentationszentrum München

Grußwort
Lorenz Stradtner | Stadtrat der Landeshauptstadt München in Vertretung des Oberbürgermeisters

Eröffnungsrede
Aleida Assmann | Professorin em. für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz

Zur Ausstellung
Kristina Milz, Julia Schneidawind und Chris Reitz | Kuratorisches Team

Musik
Studierende der Hochschule für Musik und Theater München