Unsere Bibliothek

Wer sich für die Geschichte des Nationalsozialismus mit besonderem Schwerpunkt auf München und Bayern interessiert und dazu ausgiebig recherchieren möchte, der wird in unserer Bibliothek fündig.
 

Bestand im OPAC-Katalog recherchieren

Das bietet unsere Bibliothek


Über 8.000 Medien sind Bestandteil unserer Bibliothek: von Standardwerken zum Nationalsozialismus, über Biografien, Romane und Zeitschriften bis hin zu Graphic Novels und Illustrationen lässt sich hier eine große Auswahl an Publikationen finden, die sowohl den Aufstieg des Nationalsozialismus und die NS-Zeit selbst als auch die Nachgeschichte thematisieren. Für spezielle Forschungen verfügen wir außerdem über mehr als 1.000 Bücher und Zeitschriften aus der NS-Zeit.

Zudem stehen zwei große digitale Medientische und 24 Touch-Terminals zur Verfügung. Die Rechercheterminals machen die Ausstellung München und der Nationalsozialismus mit allen Texten, Abbildungen, Dokumenten und Medien digital erfahrbar. Außerdem bieten die Terminals weiterführende Inhalte an: Von Interviews mit aus München stammenden Zeitzeug*innen bis hinzu einem digitalen Lexikon mit mehr als 900 von Historiker*innen verfassten Artikeln zu Sachthemen, Orten und Personen.

Unsere Bibliothek ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken.

Infos

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 19.00 Uhr

Eintritt frei

Buchsuche
Der Bestand kann im OPAC recherchiert werden.

Buchbestellung
bibliothek.nsdoku@muenchen.de

Alle Informationen zum Besuch
Anmeldung für Gruppen

Präsenzbibliothek, Recherche und Ausleihe

Über einen eigenen Katalog und auch über den Bayerischen Bibliotheksverbund lässt sich der Bestand recherchieren.

In der Präsenzbibliothek befinden sich rund 3.000 Bücher und mehrere laufende Zeitschriften im Freihandbestand. Auch die hauseigenen Publikationen des NS-Dokumentationszentrums können hier in Ruhe studiert werden.

Die übrigen Bücher, insbesondere auch solche aus der Zeit vor 1945, befinden sich in Magazinen. Bücher aus dem Magazin können bei begründetem Interesse auf Anfrage per E-Mail an bibliothek.nsdoku@muenchen.de vorbestellt werden. Bitte geben Sie bei einer Bestellung immer die Signatur aus dem OPAC an.

Nach Vereinbarung werden Vorbestellung dann einmal pro Woche (in der Regel mittwochs) in der Präsenzbibliothek vorgelegt und können dort gelesen werden. Eine Ausleihe außer Haus oder Fernleihe ist nicht möglich.

Digitale Medientische

An den digitalen Medientischen lassen sich verschiedene Themen durch interaktive Anwendungen ergründen:

Die Topographie der Verfolgung

Diese Anwendung verknüpft biographische, thematische und geographische Informationen. Sie erinnert an die von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Münchner*innen. Rund 15.000 Personen der verschiedenen Opfergruppen können namentlich recherchiert und ihr ehemaliger Wohnort auf einer interaktiven Karte der Stadt München lokalisiert werden. Ebenso ist es möglich, sich die über 400 Lager und Unterkünfte von Zwangsarbeiter*innen in München im Stadtplan anzeigen zu lassen.

Bausteine der nationalsozialistischen Ideologie

Die Weltanschauung der Nationalsozialisten setzte sich aus verschiedenen Grundsätzen, Ressentiments und Vorurteilen zusammen, die am Anfang des 20. Jahrhundert verbreitet waren. Wie diese Denkschablonen kombiniert und zu einer radikalen politischen Ideologie zusammengesetzt wurden, lässt sich in dieser Anwendung erfahren.
 

Das völkisch-antisemitische Netzwerk der DAP/NSDAP in München 1919 bis 1923

Schon 1919 gründete sich in München die Deutsche Arbeiterpartei (DAP) als Vorläufer der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP). Sie wurde durch ein weitreichendes völkisches-antisemitisches Netzwerk in München unterstützt. Interaktiv lassen sich Informationen und Verbindungen zu verschiedenen Gruppierungen sowie zu einzelnen Mitgliedern, Sympathisant*innen und Unterstützer*innen der Partei nahvollziehen.

Blick in die Bibliothek

Blick in die Bibliothek, 2025 | © NS-Dokumentationszentrum München, photo: Connolly Weber Photography

Vor einer Glasfront stehen 24 Touch-Terminals nebeneinander.

Rechercheterminals in der Bibliothek, 2021 | © NS-Dokumentationszentrum München, Foto: Connolly Weber Photography

Bibliothek mit Leseecke, 2025 | © NS-Dokumentationszentrum München, Foto: Connolly Weber Photography

Ein junger Mann mit Kopfhörern sitzt an einem der Touch-Terminals.

Installation von Michaela Meliáns Memory Loops vor der Bibliothek, 2021 | © NS-Dokumentationszentrum München, Foto: Connolly Weber Photography

Die Bibliothek der verbrannten Bücher

Am 10. Mai 1933 wurden zahlreiche als ‚undeutsch‘ geächtete Bücher und Schriften von nationalsozialistischen Gruppen verbrannt. Den Bücherverbrennungen fielen Werke jüdischer, marxistischer, pazifistischer oder politisch unliebsamer Schriftsteller*innen zum Opfer.

In Vitrinen sind einige Exemplare dieser verbrannten Bücher zu sehen. Sie entstammen der Sammlung von Georg P. Salzmann. Die Universitätsbibliothek Augsburg, die diese Sammlung aufbewahrt, hat dem NS-Dokumentationszentrum einen Teil ihrer Bibliothek der verbrannten Bücher als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.

Auf einer Glaswand steht „Bibliothek der verbrannten und verbannten Bücher“. Daneben stehen Buchcover.

Blick auf die Bibliothek der verbrannten Bücher, 2017 | © NS-Dokumentationszentrum München, Foto: Connolly Weber Photography

In Glasvitrinen stehen Buchcover von Lion Feuchtwanger, Alfred Döblin, Bruno Frank, Hans Fallada, Max Mohr und anderen.

Blick auf die Bibliothek der verbrannten Bücher, 2017 | © NS-Dokumentationszentrum München, Foto: Connolly Weber Photography