Adolf Frankl, Vor der Vergasung, um 1960 | © VG-Bildkunst / bildrecht.at

Adolf Frankl - Kunst gegen das Vergessen
Ausstellung

21. Juli bis 25. Sept. 2016

Über die Ausstellung

Darstellungen des Holocaust gehören zu den eindringlichsten Auseinandersetzungen mit der Zeit des Nationalsozialismus. Geschaffen von Überlebenden und Augenzeug*innen sind sie nicht nur bedrückende Zeitdokumente, sondern die künstlerische Betätigung war häufig auch Strategie des Überlebens und eine Möglichkeit, mit den traumatischen Erfahrungen weiterzuleben.

Der Künstler Adolf Frankl, geboren 1903 in Bratislava, 1944 nach Auschwitz deportiert, gab seinen Erinnerungen in Gemälden, Zeichnungen und Grafiken bildliche Gestalt und versuchte so, sein Trauma zu verarbeiten. Seine im NS-Dokumentationszentrum ausgestellten Werke zeigten Bilder von Verfolgung, Gewalt und Tod. Trotz ihrer inhaltlichen Schwere sind die Bilder von einer leuchtenden Farbigkeit gekennzeichnet. Für Frankl war das „gefärbte Gewebe" die einzige Möglichkeit, „die grauenhaften Gedanken, die hinter meinen Augen toben, für andere verständlich zu machen."

Neben dem Zyklus Visionen aus dem Inferno — Kunst gegen das Vergessen entstanden zwischen den Jahren 1945 und 1982 unzählige Zeichnungen und Karikaturen. Die im NS-Dokumentationszentrum gezeigte Auswahl konzentrierte sich auf die künstlerische Auseinandersetzung Frankls mit seiner Zeit im Konzentrationslager Auschwitz.

Blick in die Ausstellung

© NS-Dokumentationszentrum München, Foto: Connolly Weber Photography

© NS-Dokumentationszentrum München, Foto: Connolly Weber Photography

© NS-Dokumentationszentrum München, Foto: Connolly Weber Photography

Katalog zur Ausstellung

Der Katalog enthält Beiträge von Brigitte Pontesegger und Willibald Sauerländer mit einem Vorwort von Winfried Nerdinger.

ISBN: 978-3-946041-11-5 | Preis: 10,00 Euro

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