Gespräch

Die USA nach den Midterm Elections Mit Volker Depkat, Christian Lammert, Ursula Münch und Rieke Havertz

1. Dez 2026 | 19.00 Uhr

Volker Depkat, © Bayerische Amerika-Akademie | Rieke Havertz, © Jacobia Dahm | Ursula Münch, © Akademie für Politische Bildung | Christian Lammer, © Privat | Kuppel des Kapitols in Washington, ©Diliff/Wikimedia Commons

Am 3. November 2026 finden in den USA die Zwischenwahlen statt. Dabei werden unter anderem alle Sitze des Repräsentantenhauses sowie rund ein Drittel der Sitze im Senat neu vergeben. Da die Midterm Elections zur Halbzeit von Donald Trumps Präsidentschaft stattfinden, sind sie ein wichtiger Gradmesser für die Zufriedenheit mit der Arbeit der aktuellen Regierung und erlauben Rückschlüsse auf die politische Stimmung im Land.

Auf dem Podium analysieren Volker Depkat (Universität Regensburg), Rieke Havertz (Die ZEIT), Christian Lammert (FU Berlin) und Ursula Münch (APB Tutzing) Verlauf und Ergebnis der Midterm Elections 2026. Dabei diskutieren die vier Expert*innen die neuen Verhältnisse im Kongress, ihre Bedeutung für die Entwicklung von Rechtsstaat und Demokratie, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für die Weltpolitik.

Moderiert wird die Veranstaltung von der Direktorin der Bayerischen Amerika-Akademie Katja Sarkowsky (Universität Augsburg).

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Volker Depkat ist Historiker und Professor für Amerikanistik an der Universität Regensburg. Zu seinen Hauptarbeitsgebieten zählen die Politik-, Sozial- und Kulturgeschichte Nordamerikas von den kolonialen Anfängen bis zur Gegenwart und die Geschichte der europäisch-amerikanischen Beziehungen seit der Frühen Neuzeit. Er ist regelmäßig als Experte im neuen Podcast Amerika verstehen des Deutschlandfunks zu hören, ist Mitglied der Bayerischen Amerika-Akademie und war von 2007 bis 2024 Teil des BAA-Vorstands.

Rieke Havertz ist internationale Korrespondentin bei der ZEIT und seit 2020 Co-Host des Podcasts OK, America? Im November 2025 erschien ihr Buch Goodbye, Amerika? Die USA und wir – eine Neuvermessung (Aufbau Verlage). Havertz hat in Leipzig und an der Ohio University Journalismus und Amerikanistik studiert. Nach einigen Jahren bei der taz ist sie seit 2016 bei der ZEIT, wo sie unter anderem mehrere Jahre als Korrespondentin aus den USA berichtet hat. 

Christian Lammert ist Professor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Politische Systeme in Nordamerika am John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien der Freien Universität Berlin. Seine Forschung konzentriert sich auf Demokratie, soziale und ökonomische Ungleichheit, das Verhältnis von Staat und Markt sowie Sozial- und Gesundheitspolitik in transatlantischer Perspektive. Als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien verbindet er vergleichende Wohlfahrtsstaatsforschung mit einer profunden Analyse nordamerikanischer Politik und transatlantischer Beziehungen. Er ist regelmäßig im Handelsblatt-Podcast Trump-Watch als Co-Host zu hören.

Seit 2011 ist Ursula Münch Direktorin der Akademie für Politische Bildung. Von ihrer Professur für Politikwissenschaft an der Universität der Bundeswehr München ist sie seither beurlaubt. Ihre akademische Ausbildung als Politikwissenschaftlerin absolvierte sie an der LMU. 1990 nahm sie am Fulbright-Programm American Studies an der NYU teil, 1993 lehrte sie ein Semester lang als Visiting Asstistant Professor an der University of Minnesota. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen u.a. Föderalismus- und Parteienforschung, Politikfeldanalysen sowie die Auswirkungen der Digitalen Transformation auf Politik und Gesellschaft. 

Katja Sarkowsky ist Direktorin der Bayerischen Amerika-Akademie und Professorin für Amerikanistik an der Universität Augsburg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Life Writingliterarische Citizenship Studies, Indigene Literaturen in den USA und Kanada und die Environmental Humanities. Sie ist Mitglied des Advisory Boards der Zeitschrift Amerikastudien/American Studies und war von 2013 bis 2017 Präsidentin der Gesellschaft für Anglophone Postkoloniale Studien. Sie ist die Autorin von Narrating Citizenship and Belonging in Anglophone Canadian Literatures (2018) und Koautorin von Der Antigonistische Konflikt: ‚Antigone‘ heute und das demokratische Selbstverständnis (2023).