Exkursion

Gedenkstätte Mühldorfer Hart

9. Okt 2022 | 08.00 Uhr

Ab Sommer 1944 verschleppte die SS ca. 8.300 Häftlinge – meist Jüdinnen*Juden aus Ungarn – in fünf neue Außenlager des KZ Dachau im Mühldorfer Hart. Dort mussten die Gefangenen im Auftrag der SS, staatlicher Stellen und privater Unternehmen einen riesigen Fabrikbunker zur Fertigung von Jagdflugzeugen aufbauen. Über 2.000 KZ-Häftlinge starben an den unmenschlichen Lebens– und Arbeitsbedingungen in den Mühldorfer Lagern, ähnlich viele wurden aufgrund von Krankheiten und Erschöpfung nach Auschwitz oder in andere Vernichtungslager deportiert und ermordet. 

Eine Einführung in das Thema Außenlager des KZ Dachau erfolgt während der Hinfahrt. Die Gedenkstätte Mühldorfer Hart erkunden wir zu Fuß. Die Wanderung führt an drei besonders markante Punkte: Überreste der alten Bunkeranlage, Waldlager und ein Massengrab. Fachkundige Referent*innen begleiten uns und geben uns Einblick in die Geschehnisse dieses Ortes. Nach einer Mittagspause folgt ein Rundgang im Geschichtszentrum Mühldorf durch die Dauerausstellung „Alltag, Rüstung, Vernichtung – Der Landkreis Mühldorf im Nationalsozialismus“.

Weitere Informationen zu dieser und anderen Veranstaltungen:
www.erinnerungswerkstatt-muenchen.de.