Gedenkveranstaltung

Erinnerungszeichen zum Gedenken an Olga Maier

11. Jan 2024 | 15.00 Uhr

Olga Maier mit ihren Neffen beim Besuch in Palästina, 1936 | © Privat

Die Stadt München übergibt am 11. Januar 2024 ein Erinnerungszeichen für Olga Maier der Öffentlichkeit. Als Jüdin wurde Olga Maier während der NS-Zeit durch zahllose Gesetze ausgegrenzt und entrechtet. 1939 wurde eine Verordnung erlassen, die jüdische Menschen dazu zwang, Schmuck und wertvollen Hausrat abzugeben. Olga Maier musste sich von ihren silbernen Kerzenleuchtern trennen. Olga Maier, die 1942 in Treblinka ermordet wurde, blieb ein anonymes Opfer der Shoah. Auch die Geschichte der beiden Leuchter blieb lange Zeit im Dunkeln. Aktuell wird sie im Jüdischen Museum München in der Studienausstellung Tante Olgas Silberleuchter. Eine Münchner Familiengeschichte vermittelt.
 

Programm

15.00 Uhr: Gedenkveranstaltung im NS-Dokumentationszentrum München mit Stadträtin Marion Lüttig (in Vertretung des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt München), Charlotte Knobloch (Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern), Matthias Weniger (Bayerisches Nationalmuseum), Sarah Steinborn (Jüdisches Museum München) und einer Vertretung des Kommunalreferats der Landeshauptstadt München sowie Svenja Jarchow-Pongratz (Bezirksausschuss 03 – Maxvorstadt)

16.00 Uhr: Anbringung des Erinnerungszeichens am ehemaligen Wohnort in der Arcostraße 1

17.00 Uhr: Empfang im Jüdisches Museum München und Rundgang mit der Kuratorin Sarah Steinborn durch die Ausstellung Tante Olgas Silberleuchter. Eine Münchner Familiengeschichte
 

Was sind Erinnerungszeichen?

Erinnerungszeichen werden seit 2018 an Orten angebracht, an denen Menschen lebten, die von den Nationalsozialist*innen verfolgt und ermordet wurden. Mit den Erinnerungszeichen wird den heute meist vergessenen Opfern der NS-Verfolgung ein Platz in unserer Stadtgesellschaft zurückgegeben. Die Erinnerungszeichen bestehen aus gebürstetem Edelstahl und sind vergoldet. Es gibt sie als Wandtafeln an der Fassade und als Stelen auf öffentlichem Grund. Sie enthalten die wichtigsten Lebensdaten, Angaben zum Schicksal und – falls vorhanden – ein Bild. 

Mehr zu den Erinnerungszeichen erfahren