Gespräch

Exodus Mit Atalya Laufer und Nora Sternfeld

8. Mai 2026 | 19.00 Uhr

Atalya Laufer, Exodus II, 2024 | Courtesy die Künstlerin | © NS-Dokumentationszentrum München, Foto: Connolly Weber

Die Arbeit Exodus von Atalya Laufer, die aktuell in der Ausstellung … damit das Geräusch des Krieges nachlässt, sein Gedröhn zu sehen ist, handelt von der Flucht ihres Vaters. Wie rund 4.500 weitere jüdische Holocaust-Überlebende war Laufers Vater 1947 im Alter von drei Jahren mit seinen Eltern an Bord des gleichnamigen Schiffes gegangen, um von Frankreich nach Palästina, damals britisches Mandatsgebiet, zu gelangen. Die Einreise wurde abgelehnt und das Schiff zur Rückreise nach Port-de-Bouc gedrängt. Viele landeten daraufhin wieder kurzfristig in einem deutschen Geflüchtetenlager.

Das Buch dokumentiert die künstlerische Reflexion Atalya Laufers, ihr Hineinversetzen in die Erinnerungen eines alternden Mannes an ein prägendes Erlebnis als Kind mittels Malerei. Sie installierte ihre Exodus-Serie, die u.a. aus langen Stoffbahnen besteht, an vier verschiedenen Orten jeweils sehr unterschiedlich auf eindrückliche Art. In einem 2025 erschienenem Künstler*innenbuch (permanent verlag) begleiten vier Texte die Arbeit, ebenso wie die transkribierten Erinnerungen des Vaters auf Deutsch und Englisch.